Suchtberatung am FAL-BK

Der Konsum legaler und illegaler Drogen ist seit jeher ein Thema auch für Jugendliche. Sich auszuprobieren wollen und Grenzen zu überschreiten gehört zum Erwachsenwerden dazu. Doch für einige Teenager bleibt es nicht nur beim Ausprobieren und sie geraten in eine Suchtsituation. Es stellt sich die Frage, ob die Jugendlichen in der heutigen Zeit diesbezüglich vielleicht sogar gefährdeter sind als die vergangener Zeiten. Nicht nur hat man heute oft den Eindruck, dass der Cannabis-Konsum gesellschaftsfähig ist wie zuletzt in den siebziger Jahren, sondern es sind auch weitere „Genussmittel“ mit Suchtpotential dazugekommen. Heutzutage besitzen beispielsweise fast alle Jugendlichen ein Smartphone und sehr viele nennen mindestens eine Spielekonsole ihr Eigen. Die Möglichkeit, sich durch soziale Netzwerke oder Spiele ablenken zu lassen, ist also allgegenwärtig. Auch hier besteht die Möglichkeit, in eine Abhängigkeit zu geraten.

Dieses Problem sieht auch das Kollegium am Neudorfer Friedrich-Albert-Lange-Berufskollegs. Aus diesem Grunde lud Andreas Hengst, der Sozialpädagoge der Schule, nun zwei Vertreter der Jugendsuchtberatung ein, um mit den Schülerinnen und Schülern im Bereich der Berufsfachschule präventiv zum Thema arbeiten zu können.

Ronja Sabringer und Timo Bartkowiak arbeiten als Sozialpädagogen in der Fachstelle Suchtvorbeugung und Jugendsuchtberatung beim Suchthilfeverbund Duisburg e.V. Abhängig von der Größe der Klasse gingen sie an verschiedenen Terminen im Mai gemeinsam oder getrennt in die Klassen der Berufsfachschule am FAL-BK, um den Suchthilfeverbund Duisburg e.V. und damit auch die Jugendsuchtberatung vorzustellen und mit den Jugendlichen zum Thema zu arbeiten. Innerhalb von drei Schulstunden wurde so das Vorwissen der Schülerinnen und Schüler aktiviert, man klärte sie über Risiken der verschiedenen Suchtmittel näher auf und ihnen wurde deutlich gemacht, wie und wo sie im Ernstfall Hilfe bekommen können.

Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Jugendsuchtberatung ist dabei sehr wichtig, dass sie selber nicht urteilen, sondern mit Rat und Tat zur Seite stehen. Zwar bieten sie keine Therapien an, aber sie haben immer ein offenes Ohr für die Probleme der Jugendlichen. Mittwochs von 15h-17h gibt es eine offizielle „Offene Sprechstunde“ in der Jugendsuchtberatung an der Beekstraße 45 in Duisburg-Stadtmitte, aber es ist auch außerhalb dieser Sprechstunde von morgens bis abends immer jemand vor Ort, um zu helfen. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterliegen der Schweigepflicht und sie arbeiten, wenn es gewollt ist, auch mit den Angehörigen der Jugendlichen. Bis zum Alter von ungefähr 22 Jahren können sich die Betroffenen an die Jugendsuchtberatung wenden; danach ist dann die Drogenberatungsstelle offiziell zuständig.

Frau Sabringer und Herrn Bartkowiak an die Schule einzuladen, war mit Sicherheit eine sehr gute Idee!

Julia Doppelfeld


 


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