Besondere Gäste am Tag der offenen Tür

Zum Tag der offenen Tür des Friedrich-Albert-Lange-Berufskollegs in Neudorf hatten sich in diesem Jahr ganz besondere Gäste angesagt. Es stellten sich das Arbeitsamt und drei Hochschulen vor, nämlich die Hochschule Ruhr West, die Technische Hochschule Köln und die Technische Hochschule Georg Agricola zu Bochum, bei denen Schülerinnen und Schüler sich über mögliche Studiengänge informieren konnten. Auch die Wirtschaftsbetriebe Duisburg waren mit dem Projekt „Morsbags nähen“ mit von der Partie, genauso wie das Repaircafé der Christengemeinde Ruhrort. Zuletzt stellte die Firma „Lincoln Electric“ einen Schweiß-Simulator vor, der extra aus Kiel angeliefert worden war.
Die Aktionen der Wirtschaftsbetriebe und des Repaircafés standen unter dem Motto der Nachhaltigkeit, das natürlich ausgesprochen gut zum Thema „Prima Klima!“ passte, dem sich das FAL-BK in der Projektwoche vor dem Tag der offenen Tür verschrieben hatte. So konnte man sich sogenannte „Morsbags“ (einfache Stofftaschen) nähen lassen, bzw. selber nähen oder defekte Gegenstände im Repaircafé reparieren lassen oder gemeinsam mit den Fachleuten reparieren. Das Warten wurde durch Kaffee und Waffeln versüßt.

Etwas ganz Besonderes war schließlich der Schweiß-Simulator der Firma „Lincoln Electric“, der von zwei Mitarbeitern der Firma präsentiert wurde, die eigens aus Mannheim angereist waren. Das Unternehmen „Lincoln Electric“ wurde bereits Ende des 19. Jahrhunderts gegründet und stellt schweißtechnische Konsumgüter aller Art her. In den USA ist es im Bereich Schweißtechnik der größte Ausbilder und seit Mitte der vierziger Jahre ist es auch in Europa angesiedelt. Das auf dem Tag der offenen Tür vorgestellte virtuelle Trainingssystem ist in seiner Art einzigartig, weil es durch die sehr genaue Programmierung extrem reell ist. Mithilfe einer VR-Brille und dem Schweißbrenner mit Stabelektrode ist es Auszubildenden möglich, eine reale Schweiß-Situation zu simulieren. Das System bietet eine Menge Vorteile in der Ausbildung. Dadurch, dass der Schweißvorgang nur simuliert wird, können beispielsweise Kosten gespart werden. Nicht nur die Materialkosten fallen weg, sondern auch die Kosten für eine bestimmte Ausstattung der Räumlichkeiten. So muss der Raum, in dem das Schweißen simuliert wird, natürlich nicht dieselbe Belüftung erfahren wie ein Raum, in dem tatsächlich geschweißt wird. Außerdem ist das virtuelle Schweißen selbstverständlich völlig ungefährlich, da es ja nicht zu Haut- oder Augenverletzungen kommen kann. Schließlich ist der Simulator ideal geeignet zum Eigenstudium der Auszubildenden, da die ständige Supervision durch eine Lehrkraft nicht unbedingt nötig ist. Die Schülerin, bzw. der Schüler kann zunächst alleine schweißen und sich danach mit der Lehrkraft zusammen über den Computer die Auswertung ansehen und diese gemeinsam reflektieren. Sicherlich ist ein solches Trainingssystem auch für die Auszubildenden des FAL-Berufskollegs von großem Interesse.

Das Friedrich-Albert-Lange-Berufskolleg ist seinen Gästen sehr dankbar. Sie haben den Tag der offenen Tür in diesem Jahr besonders bereichert.

Julia Doppelfeld


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