Wir sagen "Adieu"

Es gibt Menschen, ohne die man sich das Friedrich-Albert-Lange-Berufskolleg eigentlich gar nicht vorstellen kann. Das sind jene, die entweder schon so lange hier arbeiten, dass sie quasi zum Inventar gehören, oder solche, die innerhalb kürzester Zeit zur guten Seele der Schule geworden sind. Auf manche trifft beides zu.
Leider liegt es in der Natur der Sache, dass man sich auch von diesen Menschen irgendwann verabschieden muss – es häuft sich im Moment – und am letzten Mittwoch war es wieder einmal soweit.
Das gesamte Kollegium, die Sekretärinnen und einige Ehemalige trafen sich, um der Chefsekretärin Gerlinde Schatz und dem Kollegen Hermann Kübler Lebewohl zu sagen. Als Frau Schatz im Jahr 2009 ans FAL-BK kam, um Frau Debicki als Chefsekretärin abzulösen, war gerade vieles im Umbruch. Unter der Leitung des damaligen Schulleiters Wolfgang Kempken war die Schule mitten in der Planung für den Umzug in das Gebäude an der Carstanjenstraße. Dass er mit Frau Schatz genau die Richtige für den Job ausgewählt hatte, war Herrn Kempken sofort klar, sagte er während der gestrigen Feier. Auch das Kollegium war sofort angetan von der freundlichen, zugewandten Art von Frau Schatz, mit der man immer gerne auch ein Gespräch jenseits der schulischen Belange führen mochte. Wenn sie fragte, ob es einem gut gehe, wusste man immer, dass es keine hohle Phrase war, sondern dass ernstgemeintes Interesse dahintersteckte. Es wäre ganz wunderbar, wenn Frau Schatz uns als Yoga-Lehrerin erhalten bleiben könnte. Diese Idee entstand nämlich beim letzten pädagogischen Tag, bei dem sie zusammen mit den Sportkollegen einen Workshop zum Thema „bewegte Schule“ anbot. 
Hermann Küblers Weg ans FAL-BK war – ähnlich wie der von Frau Schatz – auch ein eher gewundener Pfad. Ursprünglich kommt er aus Franken, hatte Metzger gelernt, danach studiert und landete über Umwege in Duisburg, um den Bildungsgang des Umweltschutztechnischen Assistenten Mitte der 90er Jahre am FAL-BK miteinzurichten. Um seinen langjährigen Kollegen zu würdigen, hielt Herr Manthey eine äußerst engagierte, witzige Rede. Er berichtete von dessen Engagement, seiner natürlichen Gabe zum Unterrichten und regelmäßigen Überschwemmungen des Labors, die immerhin für große Sauberkeit gesorgt hätten. Im Anschluss daran hielt auch Herr Kübler eine kleine Rede, in der er deutlich machte, wie froh er war, dass er nach Jahrzehnten des Pendelns endlich sein Auto verkaufen könne. Mit seiner Frau Gaby zieht er nun nach Bamberg – zurück in die Heimat. Wir werden ihn sehr, sehr vermissen, hoffen aber, dass er hin und wieder vorbeikommt, wenn er zu Besuch bei seiner Verwandtschaft in Kempen ist.
Sowohl Frau Schatz als auch Herr Kübler waren sehr gerührt über die guten Wünsche, warmen Worte und Geschenke des Kollegiums anlässlich ihres Ruhestands. Herrn Kübler blieb sogar zum Schluss die Stimme weg, sodass Herr Manthey den Rest der Rede für ihn vom Spickzettel vorlesen musste.
Mit leichter Verspätung – der Caterer stand im Stau auf der A40 – luden die beiden alle zum gemeinsamen Essen im Lehrerzimmer ein.

Julia Doppelfeld


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