Berufskolleg und Realschule kooperieren



Im Jahr 2006 wurde die Gustav-Heinemann-Realschule (GHRS) in der Duisburger Innenstadt erstmals mit dem
MINT-Siegel ausgezeichnet. MINT steht dabei für die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und
Technik.Dieses Siegel verlängert sich nicht automatisch, sondern man muss sich immer wieder darum bewerben.
Bei der aktuellen Bewerbung soll nun eine Kooperation mit dem Friedrich-Albert-Lange-Berufskolleg (falbk) helfen.
Das gewerblich-technisch ausgerichtete Berufskolleg ist seit inzwischen zehn Jahren im Neudorfer Zentrum für
Berufliche Bildung und Weiterbildung (ZBW) angesiedelt und mit modernen Laboren hervorragend ausgestattet.
Aber auch das Berufskolleg kann von dieser Kooperation profitieren.

Hinter der Kooperation steckt das Projekt einer „Experimentier-AG“, die den Schülerinnen und Schülern der GHRS
mehr Praxis in den MINT-Fächern vermitteln soll. Jeden Dienstagnachmittag können sich bis zu 20 Interessierte
der Realschule in den Laboren des Berufskollegs einfinden. Fern des Lehrplans experimentieren sie dann
naturwissenschaftlich mit Dr. Melanie Bredenhagen und Sabine Loibingdorfer vom falbk. Dieses Projekt ist doppelt
vorteilhaft für die Realschüler, denn sie haben nicht nur in Klasse 9 und 10 die Möglichkeit, sich in modernen
Laboren auszuprobieren, sie können außerdem in die Ausbildung zum Umweltschutztechnischen Assistenten (UTA)
hineinschnuppern, der am falbk angeboten wird. Das Berufskolleg freut sich immer über Interessierte für diesen
zukunftsfähigen Bildungsgang.

Am 20.9.2021 fand die Unterzeichnung des Kooperationsvertrags statt. Nicht nur Egbert Meiritz und Carsten Höhr,
die Schulleiter beider Schulen, waren anwesend, sondern auch Herr Kalveram vom Amt für schulische Bildung und
die Projektleitungen beider Schulen. Gregor Janssen von der GHRS hatte die Schülervertreterinnen Jemima Kulaz
und Noura Hamza und den interessierten Schüler Elijah Frank mitgebracht, der an der Realschule fleißig für die
Kooperation in der Schülerschaft werben soll. Am falbk zeigen sich Dr. Melanie Bredenhagen und Sabine Loibingdorfer
für das Projekt verantwortlich.

Egbert Meiritz wies in seiner Ansprache vor der Unterzeichnung des Vertrags auf die Aktualität der Ausbildung zum
Umweltschutztechnischen Assistenten hin. Der Klimawandel ist das brennende Thema unserer Zeit und selbst,
wenn man später nicht als UTA arbeiten möchte, kann die Ausbildung nützlich sein für den Übergang zu einem
anderen, ähnlich ausgerichteten Beruf. „Schülerinnen und Schüler sind in der neunten und zehnten Klasse häufig
ein wenig orientierungslos. Sie wissen oft noch nicht, was sie werden wollen, und auch nicht alle wollen Abitur
machen. Das Berufskolleg ist aber den meisten als System eher unbekannt“, so Carsten Höhr. Die Möglichkeit,
das Berufskolleg auf diese Weise ein wenig kennenzulernen, sieht er als große Chance für seine Klientel.

Zum Abschluss des Ortstermins schnupperte die Delegation der GHRS noch in die Fachräume und Labore des
Berufskollegs hinein. Alle Beteiligten freuen sich sehr über die Möglichkeiten, die über die Kooperation geschaffen
werden. Nach den Herbstferien geht es endlich los!



Julia Doppelfeld











 


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