MASCHINENBAU-STUDIUM FÜR FRAUEN AN DER HRW



Anfang Dezember besuchte Studienrätin Hatice Öncülokur mit einer kleinen Gruppe von interessierten Schülerinnen
aus den Bereichen Gestaltung, Metall, Bau- und Holztechnik im Rahmen von KAoA („Kein Abschluss ohne Anschluss“)
die Hochschule Ruhr West (HRW) in Mülheim. Die Hochschule bietet nämlich seit einigen Jahren einen besonderen
Studiengang an: Maschinenbau für Frauen.

Was sich genau hinter diesem Studiengang verbirgt, erklärte zunächst der wissenschaftliche Mitarbeiter Damian
Kolassa den jungen Frauen in einem Vortrag. Zum modernen Maschinenbau gehören nicht nur Werkstoffkunde,
Prozessoptimierung und Produktdesign, sondern auch z.B. Virtual Reality und Robotik. Der spezielle Studiengang
für Frauen unterscheidet sich inhaltlich überhaupt nicht vom regulären Studiengang und es ist auch nicht so,
dass man als an Maschinenbau interessierte Frau zwingend diesen Studiengang wählen muss. Wenn man sich
dafür entscheidet, studiert man die ersten vier Semester allein unter Frauen. Während der letzten drei Semester
belegt man die Veranstaltungen mit Männern zusammen.

Ein Vorteil dieses Studiengangs ist es, dass er nur von ca. zehn bis 20 Studentinnen pro Semester gewählt wird.
Das heißt, die Gruppe ist sehr klein und man findet schnell Anschluss. Es gibt außerdem ein Begleitprogramm,
das u.a. aus regelmäßigen Treffen, Gastvorträgen, Workshops und Exkursionen besteht. Auch bekommt jede
Studentin eine Mentorin zur Seite gestellt, die bei Problemen und Fragen helfen kann.

Damit die Schülerinnen eine bessere Vorstellung vom Maschinenbau-Studium bekommen, führte Herr Kolassa
die Gruppe durch die Räumlichkeiten der Hochschule. Sie konnten Student*innen über die Schulter schauen,
die in den verschiedenen Laboren arbeiten. An Schleif- und Fräsmaschinen wurden beispielsweise verschiedene
Produktionsverfahren gezeigt und im IoT-Labor („Internet of Things“) konnten die Schülerinnen beobachten,
wie 3D-Druckverfahren funktionieren. Besonders faszinierend war das Robotik-Labor. Hier durfte man selber
einen kleinen Roboter steuern, der so programmiert war, dass er Holzklötze nach Farben sortieren konnte.

Insgesamt war es ein sehr aufschlussreicher und interessanter Nachmittag an der Hochschule Ruhr West.
Alle waren beeindruckt von der Ausstattung und den Möglichkeiten sowie von der Großzügigkeit und
Freundlichkeit, mit denen die Gruppe dort empfangen, versorgt und informiert wurde.

Julia Doppelfeld















 


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